Erste-Hilfe-Massnahmen
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Noch besser vorbereitet sind Sie natürlich als geübter Samariter: Kommen Sie doch einfach mal zu uns zum Schnupperabend, jeden 1. Donnerstag im Monat: 

Anmeldung unter Tel. +41/78 880 81 07



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Vergiftungen Fast jede Substanz kann bei zu hoher Dosierung zu einer Vergiftung führen.
  • vielfältig – sogar Bewusstlosigkeit und Atemstillstand möglich
  • Auskünfte/Ratschläge: Tox. Zentrum Tel. 145
  • Seitenlage bei Bewusstlosigkeit
  • Sicherung von Giftspuren zur späteren Identifizierung des Giftes
  • Überwachung des Patienten
  • Bei Atemstillstand beatmen, bei Herzstillstand CPR
Vergiftungen durch die Atemwege (Erstickungsgefahr) z.B: Autoabgase, Silo, Güllenloch  
  • Bergen des Patienten aus Gefahrenzone
  • ohne Atem: Beatmung, Herzstillstand: CPR
    Vergiftung durch die Haut und Verätzungen    
    • Haut, bzw. Augen mit Wasser spülen
      Verbrennungen   Der allgemein Schweregrad einer Verbrennung ergibt sich aus der Lokalisation, der Ausdehnung und der Tiefe der Verbrennung:
      • Lokalisation: Verbrennungen im Gesicht, an Händen, über Gelenke, am Damm und an Geschlechtsteilen sind wegen der Folgen (Infektion, störende Narben) als schwere Verletzungen zu betrachten.
      • Ausdehnung: Grossflächige Verbrennungen
        • 1. Grades (Rötung, zB. Sonnenbrand) können zu Fieber, Übelkeit und Flüssigkeitsverlust führen. Verbrennungen
        • 2. Grades (Blasenbildung, oberflächliche Verschorfung) und vor allem
        • 3. Grades (tiefe Verschorfung, evtl. Verkohlung) können, wenn mehr als 15% der Körperoberfläche betroffen sind, bereits Lebensgefahr bedeuten. (Die Handfläche des Patienten entspricht ungefähr einem Prozent der Körperfläche.)
      • verbrannte Bereiche sofort mit kaltem Wasser während min. 15 Min. kühlen
      • Wunden (Ausnahme des Gesichtes) mit sterilem Deckverband oder sauberen Tüchern bedecken (Infektionsgefahr)
      Bei ausgedehnten Verbrennungen sowie Verbrennungen im Gesicht und im Genitalbereich rascher Transport ins Spital (evtl. mit REGA).
      Sonnenstich  
      • hochroter, heisser Kopf
      • Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen
      • evtl. Bewusstlosigkeit oder Nackensteife
      • Patienten sofort in den Schatten bringen
      • Kleider öffnen, Oberkörper hochlagern, Bewusstlosenlage
      • abkühlen (Wasser, feuchte Tücher)
      • Flüssigkeitszufuhr (nur bei Bewusstsein!)
      • immer Arzt benachrichtigen
        Lokale Kälteschäden   Der erfrorene Bereich erscheint weiss oder blau-marmoriert, hart und starr, prickelnde Schmerzen. Nach dem Aufwärmen ist der geschädigte Bereich rötlich-bläulich, heiss, geschwollen.
        • betroffene Gliedmassen aktiv bewegen und an warme Körperteile anlegen (Achselhöhlen, Kniegelenke, Oberschenkel)
        • möglichst rasch in gut handwarmem Wasser (nicht über 42° C) erwärmen
        Alle Erfrierungen gehören zum Arzt (Erfrierungen sind schwierig und oft erst nach Stunden oder Tagen richtig zu beurteilen).
        Lebensmittelvergiftung verdorbene Lebensmittel, Speisen
        • 1/2 Std. bis mehrere Std. nach der Nahrungsaufnahme: Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Fieber
        • Tox. Zentrum: Tel. 145
        • Kantonschemiker informieren, in leichteren Fällen erteilt Kantonschemiker Auskunft
          Insektenstiche Gewöhnliche Instektenstiche, falls Stachel sichtbar, diesen vorsichtig mit Pinzette/Fingernagel entfernen allergische Allgemeinreaktion
          • Schwellungen, Nesselfieber, vor allem im Gesichtsbereich, Juckreiz
          • evtl. Durchfall, Erbrechen, Bauchkrämpfe
          • evtl. Atemnot, pfeifende Atmung, Zyanose (Blauverfärbung)
          • evtl. Blutdruckabfall, unregelmässiger, rascher oder langsamer, kaum fühlbarer Puls
          • Verwirrtheit, Bewusstlosigkeit
          Bei Stichen in Mundhöhle oder Rachenbereich und bei allen allergischen Allgemeinreaktionen
          • sofort Arzt benachrichtigen
          • nötigenfalls beatmen
          • Flachlagerung (nur bei Bewusstsein!)
          • Eis lutschen lassen
            Hitzschlag  
            • Heisse und trockene Haut
            • kein Schwitzen
            • Körpertemperatur über 40,5° C
            • Verwirrtheit übergehend in Bewusstlosigkeit
            • beschleunigter Puls (Endstadium Koma)
            • Körpertemperatur um 42° C
            • blasse Haut, blaue Lippen, schwacher, kaum fühlbarer Puls
            • Patienten sofort und mit allen Mitteln abkühlen (kaltes Bad, mit kaltem Wasser übergiessen)
            • Lagerung im Schatten mit erhöhtem Oberkörper
            • wachem Patienten zu Trinken geben (Tee oder Bouillon)
            • 144 sofort alarmieren
              Fremdkörper im Ohr    
              • immer durch den Arzt entfernen lassen
                Fremdkörper im Auge     Locker sitzende Fremdkörper mit einem feuchten Wattebausch/Stoffzipfel sorgfältig nasenwärts auswischen WICHTIG! Fest auf dem Augapfel sitzende Fremdkörper nicht behandeln (Verletzungsgefahr). Alle Metallsplitterverletzungen, selbst kleinste Eisensplitter, können infolge Bildung eines Rosthofes zu einer Beeinträchtigung des Sehvermögens führen.
                • Arzt benachrichtigen
                  Fieber  
                  • Körpertemperatur über 37,5° C
                  Das Fieber ist oft ein Teil der Abwehrreaktion des Körpers und sollte deshalb nur unter bestimmten Voraussetzungen bekämpft werden.
                  • Ursache bekämpfen und kühle Wickel anlegen
                  Wenn Fieber länger als 3 Tage anhält oder bedrohliche Zeichen auftreten: Arzt benachrichtigen
                  Ertrinken  
                  • Zyanose (Blauverfärbung von Haut und Lippen)
                  • Bewusstlosigkeit
                  • Atemstillstand
                  • Evtl. Kreislaufstillstand
                    • Bergung aus dem Wasser
                    • sofort mit Beatmung beginnen
                    • ist der Patient bewusstlos, ohne Atmung und pulslos: Alarmierung, Rückenlage, Beatmung und CPR
                    • Arzt benachrichtigen
                    • 144 sofort alarmieren